Glossar

Absorbieren
Der Begriff absorbieren (Substantiv Absorption) bedeutet etwas aufnehmen, z. B. wird beim Röntgen vom Körper Energie aufgenommen.
Angiografie
Eine Röntgenuntersuchung der Gefäße.
Angioplastie
Ein Verfahren zur Wiedereröffnung oder Erweiterung eines verengten oder verschlossenen Blutgefäßes z. B. mittels Ballonkatheter oder anderer Verfahren.
Antikörper
Ein y-förmiges Eiweiß, das von so genannten B-Zellen als Reaktion auf Kontakt mit einem Antigen (z. B. Bakterium, Virus, Fremdeiweiß transplantierter Organe, etc.) gebildet wird und in Blut und Lymphe gelangt. Antigene werden von Antikörpern durch spezifische Bindung neutralisiert.
Atom
Kleinste Einheit oder das kleinste Partikel eines Elements, welches aus einem zentralen Atomkern besteht, der von Elektronen umkreist wird.
Attenuation
Unter Attenuation versteht man eine Dämpfung, Verminderung oder Abschwächung.
Biolumineszenz
Als Biolumineszenz bezeichnet man das Phänomen der Lichterzeugung durch Lebewesen, z. B. Glühwürmchen, verschiedene Fischarten, Plankton, Pilze und Bakterien.
Biopsie
Unter einer Biopsie versteht man die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Körper, um diese unter dem Mikroskop zu begutachten.
Demenz
Begriff für Abnahme der Gehirnleistung, die mit Gedächtnisstörungen, sowie einer Störung der emotionalen und sozialen Fähigkeiten einhergeht, die zu einer Beeinträchtigung von sozialen und beruflichen Funktionen führen.
Detektor
Technisches Gerät zur Messung und Darstellung von Röntgenstrahlen.
Dichte
Masse einer Substanz oder eines Materials geteilt durch das Volumen.
Echokardiografie
Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall.
Elektromagnetische Strahlung
Formen von Energiewellen, die sowohl elektrische als auch magnetische Anteile besitzen.
Fluoreszenz
Fluoreszenz beruht auf elektromagnetischer Strahlung und bedeutet vereinfacht ausgedrückt das „Leuchten“ von normalerweise eigentlich nichtleuchtenden Materialien. Dabei erfolgt die Umwandlung von Strahlen aus einer für unsere Augen unsichtbaren Wellenlänge (z. B. UV-Licht) in eine sichtbare Wellenlänge (Farben).
Fluoroskopie
Durchleuchtung des Körpers mittels Röntgenstrahlung, bei der anstelle eines Einzelbildes (Röntgenbild) eine kontinuierliche Serie von Röntgenbildern aufgezeichnet wird.
Gammastrahlen
Elektromagnetische Strahlung mit sehr energiereicher und kurzer Wellenlänge, die aus Atomkernen oder dem Zerfall von Elementarteilchen stammt.
Gantry
Die Gantry ist Teil des CT-Gerätes; ein Ringtunnel in dem ein System aus Röntgengenerator und Detektoren um den Körper des Patienten rotiert und dabei Querschnittaufnahmen erstellt.
Gen
Eine Erbinformation, die aus einer DNA-Sequenz besteht, die sich auf einem bestimmten Ort eines Chromosoms befindet und ein charakteristisches Merkmal eines Organismus darstellt.
Genexpression
Umwandlung der verschlüsselten Information eines Gens in eine Boten-RNA und schließlich in ein Eiweiß.
Halbwertszeit
Zeit, nach der die Hälfte der Atome in einer Probe zerfallen ist.
Ionisierende Strahlung
Strahlung, die genügend Energie besitzt, um Atome oder Moleküle positiv oder negativ zu laden.
Ionisierung (Ionisation)
Vorgang, bei dem einem Atom oder einem Molekül entweder ein Elektron aus der Hülle entrissen wird oder es ein zusätzliches bekommt, d. h. das Atom oder Molekül erhält dann eine positive oder negative Ladung.
Irreversibel
Lateinischer Begriff für ‚nicht umkehrbar‘.
Isotope
Atome desselben Elements, aber mit unterschiedlichen Massezahlen. Isotope eines Elements haben die gleiche Anzahl an Protonen, aber eine unterschiedliche Anzahl an Neutronen.
Kalzifizierung
Ein Prozess, bei dem Ablagerungen von unlöslichen Kalziumsalzen und anderen Materialien im Gewebe zu einer Verkalkung führt.
Kardangiografie
Untersuchung des Herzens und der Herzgefäße mittels Ultraschall.
Karzinogen
Eine Substanz oder ein Wirkstoff, der Krebs auslösen kann.
Katheterisierung
In der Medizin ist ein Katheter ein dünnes Röhrchen (Tubus), das in eine Körperhöhle, ein Organ oder ein Gefäß eingeführt werden kann. Der Prozess des Einführens eines Katheters heißt Katheterisierung.
Kontrastmittel
Substanzen, die beispielsweise beim Röntgen in den Körper eingebracht werden, um einzelne Strukturen des Körpers im Röntgenbild besser erkennen zu können.
Kooperieren
Zusammenarbeiten, mitmachen
Ligand
In der Chemie ist Ligand die Bezeichnung für Ionen oder Moleküle, die von einem Zentralatom bzw. Zentralion angezogen werden und mit diesem eine Komplexverbindung eingehen. In der Biochemie und Pharmakologie werden Stoffe als Ligand bezeichnet, die einen Rezeptor besetzen und rezeptorvermittelt eine Wirkung auf die Zielzelle ausüben.
Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie)
Zählt zu den bildgebenden Verfahren. Die Untersuchung wird durch einen Computer gestützt und liefert ohne die Anwendung von Röntgenstrahlen (ionisierende Strahlung) eine detaillierte Darstellung von Organen und Geweben im Körperinneren.
Metabolismus

Stoffwechselvorgänge in lebenden Organismen, die beispielsweise Fett oder Zucker in Energie umsetzen.
Metastasen
Absiedlungen von Tumoren, die ursprünglich in anderen Organen (Lunge, Brust, etc.) aufgetreten sind.
Metastasierung
Prozess, bei dem Krebszellen von ihrem Ursprungs- bzw. Entstehungsort in den Körper streuen.  
Metastatisch
Metastasen und Metastasierung betreffend.
Molekül
Teilchen, das aus mindestens zwei Atomen besteht, die durch chemische Bindung zusammengehalten werden. Moleküle treten als kleinste Teilchen von chemischen Verbindungen auf und können mit chemischen Methoden wieder in ihre Bestandteile zerlegt werden.
Molekular
Moleküle betreffend oder aus Molekülen bestehend.
mSV
Millisievert; Maßeinheit zur Bestimmung der Belastung durch ionisierende Strahlung.
Natürliche Hintergrundstrahlung
In der Umwelt immer vorhandene Strahlung, die von verschiedenen natürlichen Strahlenquellen stammt.
Nuklearmedizin
Nuklearmedizin umfasst die Diagnostik und Therapie mit Radionukliden.
Peer-reviewed
Ein Peer-Review ist in der Wissenschaft ein Verfahren zur Beurteilung wissenschaftlicher Arbeiten, meist Veröffentlichungen, durch unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet. Hierdurch wird die Qualität und Glaubwürdigkeit der Arbeit beurteilt.
PET
Abkürzung für Positronenemissionstomografie. PET ist ein bildgebendes Verfahren in der nuklearmedizinischen Diagnostik. Durch die intravenöse Injektion von Radionukliden ist eine molekulare Bildgebung möglich und können Stoffwechselveränderungen von Zellen dargestellt werden.
Polyp
Eine Ausstülpung der Schleimhaut (z. B. der Nasenschleimhaut, der Darmschleimhaut, Harnblasenschleimhaut).
Proton
Ein positiv geladenes Teilchen, das neben dem elektrisch neutralen Neutron ein Bestandteil aller Atomkerne ist.
Radiologe
Der Facharzt für Radiologie (Radiologe) ist für das Teilgebiet der Medizin zuständig, das sich mit der Anwendung von elektromagnetischer Strahlung und mechanischen Wellen zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst.
Radionuklide
Radionuklide oder radioaktive Nuklide sind instabile Atome, deren Atomkerne radioaktiv zerfallen und dabei Strahlung abgeben (zum Beispiel Alpha-, Beta- und/oder Gammastrahlung).
Radiopharmakon (Radiopharmazeutikum)
Ein radioaktiv markiertes Arzneimittel, das für eine nuklearmedizinische Untersuchung eingesetzt wird.
Röntgenstrahlen
Elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich von 0,01 bis ca. 10 nm. Ist die Strahlung noch kurzwelliger, so spricht man von Gamma-Strahlung. Auch Gamma-Strahlung ist eine elektromagnetische Welle und gleicht daher vom Wesen der Röntgenstrahlung und dem sichtbaren Licht. Wesentlicher Unterschied: Röntgenstrahlung hat ihren Ursprung in der Atomhülle, Gammastrahlung im Kern.
Rotation
Drehbewegung; Verb: rotieren
Schallkopf
Ein Schallkopf sendet Schallwellen aus. Sie werden durch Gewebe im Körper verändert und dann vom Schallkopf wieder empfangen.  
Sedierung
Die Sedierung (Dämmerschlaf) ist eine „sanfte Narkose“, bei der der Patient beruhigt wird, aber bei Bewusstsein bleibt.
Sonogramm
Bild, das mit Hilfe der Sonografie erstellt wurde. Die Sonografie (Echografie oder umgangssprachlich Ultraschall) ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren, z. B. zur Untersuchung des Herzens, der Harnwege oder in der Schwangerschaftsvorsorge.
SPECT
Einzelphotonenemissionscomputertomograpfie (englisch Single Photon Emission Computed Tomography, SPECT, auch SPET) ist ein bildgebendes Verfahren in der Medizin, bei dem Gammastrahlen zum Einsatz kommen.
Statisches Magnetfeld
Ein stabiles, dauerhaftes Magnetfeld, z. B. das Erdmagnetfeld.
Strahlenexposition
Der Strahlung ausgesetzt (exponiert) sein.
Zellulär
Zellulär bedeutet „Zellen betreffend“ oder „durch Zellen vermittelt“.

Letzte Aktualisierung: 11. Oktober 2011

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