Magnetresonanztomografie

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein Verfahren, das nicht mit Röntgenstrahlen arbeitet, sondern mittels starker Magnetfelder und gepulster Radiowellen sehr detaillierte Bilder der inneren Körperstrukturen liefert. Dabei berechnet ein Computer aus den Signalen der Magnetfelder und Radiowellen Schnittbilder des Körpers in verschiedenen Ebenen (Abbildung 1). Die Magnetresonanztomografie ermöglicht hochaufgelöste Bilder des Weichgewebes und anderer anatomischer Strukturen, wie beispielsweise der grauen und weißen Substanz des Gehirns. Dagegen sind Gewebe mit geringem Wassergehalt, wie z. B. Knochen, mit der Magnetresonanztomografie nicht optimal darstellbar. Die MRT wird zu verschiedenen Untersuchung eingesetzt, wie der Diagnose von Gehirntumoren oder Entzündungen des Rückenmarks oder Bandscheibenschäden, aber auch, um den Blutfluss und die Funktion des Herzens zu überprüfen.

Abb. 1:

Abb. 1: Die MRT erzielt eine ausgezeichnete Kontrastauflösung, wie anhand dieser Aufnahme des Brustkorbs sichtbar ist.

Bestimmte Gehirntumoren können dank der hohen Auflösung relativ gut dargestellt werden, ebenso Blutgefäße, ohne dass hierzu immer Kontrastmittel verwendet werden müssen. Die Magnetresonanztomografie kann vielfältig eingesetzt werden, z. B. zur Diagnose von Gehirntumoren, zur Untersuchung von Band-, Kapsel- und Knorpelschäden an Gelenken, zum Nachweis von Veränderungen in der Brust oder auch zur Untersuchung von Bauch- und Beckenorganen, wie z. B. der Leber, sowie der Fortpflanzungsorgane.

Das MRT-System verfügt über einen sehr starken, supraleitenden Magneten, der ein statisches Magnetfeld herstellt, außerdem kleinere „gestaffelte“ Magneten, die sehr präzise Änderungen des Magnetfelds ermöglichen, sowie besondere Spulen, die für bestimmte Köperregionen konzipiert sind und Radiowellen aussenden und empfangen. Während der Untersuchung dienen die gestaffelten Spulen dazu, das Magnetfeld auf den gescannten Körperteil zu fokussieren. Das Radiosignal wird an- und ausgeschaltet, dabei wird die von den Atomen aufgenommene Energie reflektiert und die Radiowellen werden gemessen. Der Computer berechnet, inwieweit die Radiowellen absorbiert oder reflektiert werden, und erstellt hieraus Schichtbilder. Das während der Untersuchung zu hörende Klopfgeräusch entsteht, wenn die Magneten gestaffelt an und ausgeschaltet werden.

Mit der Magnetresonanztomografie sind direkte Ansichten des Körpers in nahezu jeder Ebene möglich, ohne den Patienten oder das Radiologiepersonal ionisierender Strahlung (Röntgenstrahlen) auszusetzen. Vorsicht ist allerdings geboten bei Patienten mit Implantaten, wie beispielsweise einem Herzschrittmacher, da diese durch die starken Magnetfelder beeinträchtigt werden können. Deswegen dürfen Patienten mit den üblichen Herzschrittmachern generell keine MRT-Untersuchung haben. Falls Kontrastmittel eingesetzt werden, besteht ein geringes Risiko einer allergischen Reaktion.