Computertomografie (CT)

Die Computertomografie (CT) hat die bildgebenden Verfahren gewissermaßen revolutioniert, das Prinzip der Computertomografie gibt es bereits seit Mitte der 70er-Jahre. Heute werden weltweit Millionen CT-Aufnahmen gemacht und die Computertomografie (CT) ist vor allem in der Notfallmedizin von großem Vorteil, da mit ihr die Diagnosen besonders rasch gestellt werden können.

Abb. 1: Prinzip der Computertomografie mit Strahlenquelle und Strahlendetektoren, die synchron um den Patienten rotieren. Während dieser Rotation werden kontinuierlich Daten aufgezeichnet.

Abb. 1: Prinzip der Computertomografie mit Strahlenquelle und Strahlendetektoren, die synchron um den Patienten rotieren. Während dieser Rotation werden kontinuierlich Daten aufgezeichnet.

Der wichtigste Teil des Computertomografen ist ein kurzer Tunnel, die so genannte CT-Gantry – ein runder Rahmen, in dem eine Röntgenröhre und ihr gegenüberliegend Detektoren rotieren, während der Patient auf einem Tisch durch die Gantry geschoben wird. Die rotierende Röntgenröhre sendet einen fächerförmigen Röntgenstrahl aus, der den Körper durchdringt und auf der gegenüberliegenden Seite von Detektoren gemessen wird (Abbildung 1)1. Während einer Drehung (Rotation) werden mehrere tausend Bilder erstellt, und aus dem Signal der Detektoren berechnet ein Computer Schichtbilder, die wie Körperscheiben aussehen. Aus den Daten werden dreidimensionale Bilder in allen Ebenen produziert.

Die Computertomografie (CT) liefert vor allem im Bereich der Blutgefäße, aber auch bei Weichgewebe wie innere Organe und Muskulatur, detailgetreuere Bilder als die konventionelle Röntgentechnik.

Abb. 2: Die moderne CT-Technik ermöglicht sehr detaillierte Darstellungen bei relativ geringer Strahlendosis, z. B. der Blutgefäße und inneren Organe. Für diese CT-Aufnahme genügte eine Strahlendosis von 1,1 mSv.

Abb. 2: Die moderne CT-Technik ermöglicht sehr detaillierte Darstellungen bei relativ geringer Strahlendosis, z. B. der Blutgefäße und inneren Organe. Für diese CT-Aufnahme genügte eine Strahlendosis von 1,1 mSv.

Während der Röntgenstrahl den Körper durchdingt, wird ein Teil der Strahlungsenergie absorbiert. Diesen Prozess bezeichnet man als Abschwächung des Röntgenstrahls. Wie auch beim konventionellen Röntgen hängt diese Attenuation von den Geweben ab. Knochen erscheinen weiß, da die Abschwächung durch Knochen sehr groß ist. Luft attenuiert dagegen den Röntgenstrahl nicht, deshalb erscheint sie schwarz. Andere Gewebe werden in verschiedenen Grauabstufungen dargestellt (Abbildung 2)2. CT-Aufnahmen sind innerhalb von Sekunden fertig, oder sogar in Bruchteilen einer Sekunde. Damit beispielsweise Organe und Gefäße noch detaillierter dargestellt werden können, kann vor der CT-Aufnahme ein Kontrastmittel in eine Vene injiziert weden. In diesem Fall dauert der gesamte Ablauf einer CT-Aufnahme etwas länger. Mit dem CT können alle Körperpartien einschließlich Herz, Lunge und Bauchraum dargestellt werden. Auch Skelettverletzungen sind im CT sehr gut sichtbar, da sogar sehr dünne Knochen deutlich erkennbar sind.

Während der Untersuchung liegt der Patient auf einer Liegefläche und die Öffnung des CT-Gerätes wird über der zu untersuchenden Körperregion platziert. Eine CT-Untersuchung ist völlig schmerzfrei und auch für Patienten mit Herzschrittmachern ungefährlich.

CT-Geräte sind in der Notaufnahme besonders hilfreich, da sie die erforderlichen Untersuchungsergebnisse rasch liefern können. Dies ist vor allem bei der Diagnose eines Schlaganfalls, einer Gehirnverletzung oder -blutung, eines Herzinfarktes sowie bei inneren Verletzungen von Vorteil. Außerdem profitieren auch Patienten, die nicht in der Lage sind zu kooperieren wie beispielsweise kleine Kinder, von der kurzen Untersuchungsdauer. Die Computertomografie spielt besonders in der Diagnose von Krebserkrankungen und Kontrolle des Therapieerfolges eine wichtige Rolle. Zwar bedeuten CT-Untersuchungen für den Patienten eine höhere Strahlenbelastung als das konventionelle Röntgen, doch können hiermit wichtige zusätzliche Informationen gewonnen werden.  Ärzte und Geräte-Hersteller sind ständig bemüht, die notwendige Strahlendosis zu minimieren. Bei Schwangeren ist eine CT-Untersuchung, ebenso wie eine Röntgenaufnahme, nur in zwingenden Notfällen gerechtfertigt.

1. Modifiziert nach: http://media.wiley.com/product_data/excerpt/63/04712376/0471237663.pdf (Letzter Besuch: 17. August 2011)
2. Zur Verfügung gestellt von Siemens AG

Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2013

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