Überblick

Der tägliche Kontakt mit ionisierender Strahlung lässt sich nicht verhindern, sei es die Strahlung von der Sonne, aus dem Erdboden oder der Umgebung. Ist eine Röntgenuntersuchung notwendig, so bedeutet diese für den Patienten eine zusätzliche Strahlendosis.

Leider kann man die natürlich vorkommende ionisierende Strahlung kaum vermeiden, ohne den Lebensstil und die Lebensbedingungen grundsätzlich zu ändern. Allerdings kann jeder Beteiligte einen Beitrag leisten, um die Strahlenbelastung im Hinblick auf eine zusätzliche Strahlenexposition durch die medizinische Bildgebung zu vermindern: Gerätehersteller, Ärzte, Radiologen und radiologisches Personal – und auch Patienten, die geröntgt werden.

Hersteller von Geräten zur medizinischen Bildgebung entwickeln kontinuierlich neue Technologien, um bei möglichst niedriger Strahlendosis, d. h. strahlungsarmen Geräten, eine gute Aufnahme- bzw. Bildqualität zu gewährleisten. Damit die Strahlendosis sowohl für die Patienten als auch das medizinische Personal so gering wie möglich ist – wenn möglich sogar unter den gesetzlichen Grenzwerten – folgen die Hersteller bei der Entwicklung neuer Geräte und Verfahren dem so genannten ALARA-Prinzip („As Low As Reasonably Achievable“). Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen, wie beispielsweise der Einsatz der dosis-effizientesten Komponenten und Technologien, die derzeit zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es für jeden Patienten und jede Untersuchung individuell abgestimmte, software-gestützte Geräteeinstellungen. Und natürlich werden Körperpartien, die nicht untersucht werden sollen, vor Strahlung geschützt.

In der Klinik oder der Röntgenpraxis haben Ärzte, Radiologen und auch das Röntgenpersonal ebenfalls das Ziel, die Strahlenbelastung des Patienten möglichst gering zu halten. Auf Seiten des Arztes bedeutet dies, dass er nur dann eine Untersuchung verordnet, wenn diese zwingend nötig ist, und dass er hierbei jeweils das am besten geeignete bildgebende Verfahren wählt. Radiologen und Röntgenpersonal achten außerdem sorgfältig darauf, die jeweils optimale Strahlendosis zu wählen.

Auch Patienten oder Eltern von Kindern, die eine Röntgenuntersuchung benötigen, können zur Verminderung der Strahlenbelastung beitragen, indem sie den Anweisungen des Röntgenpersonals genau Folge leisten. Wer von verschiedenen Ärzten zur Kontrolle wiederholt Röntgenuntersuchungen oder dergleichen verordnet bekommt, z. B. eine Mammografie, sollte sich diese Untersuchungen notieren, damit er bei weiteren Röntgenterminen, beispielsweise auch beim Zahnarzt, die Frage nach den vorhergehenden Röntgenaufnahmen korrekt beantworten kann.

  • What manufacturers do

    Was Gerätehersteller tun

    Hersteller von Geräten zur medizinischen Bildgebung setzen alles daran, die Strahlenbelastung der Patienten zu vermindern, indem sie die Strahlendosis so gering wie möglich halten, und Ärzten trotzdem ausgezeichnete Bildqualität gewährleisten.

  • Fig. 1:

    Was Ärzte und Radiologen tun

    Ärzte und Radiologen tun ihr Bestes, um die Strahlenbelastung der Patienten so gering wie möglich zu halten, indem sie nur zwingend notwendige Aufnahmen verordnen und zugleich für möglichst gute Qualität der Aufnahmen sorgen.

  • Fig. 1:

    Was Patienten tun können

    Auch Patienten können im Rahmen der radiologischen Untersuchung einen Beitrag leisten, um ihre Strahlenbelastung möglichst gering zu halten.

  • Fig. 1:

    Was Eltern tun können

    Der Organismus von Kindern reagiert auf Strahlung empfindlicher als der Körper von Erwachsenen. Deshalb gelten bei Kindern hinsichtlich der Strahlenbelastung besonders strenge Richtlinien.

Letzte Aktualisierung: 6. Dezember 2011

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