Bildgebende Verfahren mit Röntgenstrahlung

Beim Röntgen werden Röntgenstrahlen, die den Körper durchdringen, in der so genannten Röntgenröhre erzeugt. Auf dem Weg durch den Körper wird ein Teil der Strahlungsenergie vom Gewebe absorbiert. Dieser Prozess wird als Attenuation des Röntgenstrahls bezeichnet. Auf der anderen Seite des Körpers fangen ein Detektor (Bildaufnahmesystem) oder ein Film die attenuierten Röntgenstrahlen auf,  dabei entsteht ein zweidimensionales Röntgenbild. Dagegen rotieren bei der Computertomografie während der Aufnahme sowohl Röntgenröhre als auch Detektor um den Körper des Patienten. Hierdurch werden viele Bilder erzeugt, die eine dreidimensionale Darstellung ermöglichen.

Röntgenstrahlung kommt bei der konventionellen und digitalen Röntgenaufnahme, der Computertomografie (CT), der Mammografie sowie der Angiografie und der Fluoroskopie (Durchleuchtung) zum Einsatz.

Abb. 1: Darstellung von typischen effektiven Strahlungsdosen verschiedener bildgebender Verfahren im Vergleich zur durchschnittlichen natürlichen Hintergrundstrahlung.

Abb. 1: Darstellung von typischen effektiven Strahlungsdosen verschiedener bildgebender Verfahren im Vergleich zur durchschnittlichen natürlichen Hintergrundstrahlung.

Die verschiedenen Organe und Gewebearten sind gegenüber der Röntgenstrahlung unterschiedlich empfindlich. Das tatsächliche Risiko eines Röntgenverfahrens hängt letztendlich von der untersuchten Körperpartie und von der Röntgen-Empfindlichkeit der verschiedenen Organe und Gewebe ab. Die Strahlungsbelastung wird als „effektive Dosis“ gemessen und diese bezeichnet die vom Körper aufgenommene Strahlungsenergie unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Strahlenempfindlichkeit.

Ärzte und Hersteller von Geräten zur medizinischen Bildgebung sind sich der Strahlungsrisiken bewusst und tun deshalb alles, um die Strahlenbelastung für Patienten so niedrig wie möglich zu halten. Als Orientierung dienen ihnen hierbei die gesetzlichen Richtlinien zur maximal erlaubten Strahlendosis, die beispielsweise von Organisationen wie der International Commission on Radiological Protection verabschiedet werden, und außerdem kontinuierlich überprüfte und angepasste technische Standards. Ziel ist es, die bestmögliche Bildqualität zu erhalten, um die Befundung und Diagnosestellung optimal zu gewährleisten, und gleichzeitig die Strahlenbelastung des Patienten auf ein Minimum zu reduzieren. Moderne Röntgensysteme verfügen über spezielle Technologien, die dazu beitragen die Strahlenbelastung zu verringern. Hiermit soll sichergestellt werden, dass Körperpartien, die nicht geröntgt werden sollen, keiner oder einer möglichst geringen Strahlenbelastung ausgesetzt sind.

  • Abb. 1: Prinzip der Röntgentechnik. Ein Blendensystem (Collimator) fokussiert den Röntgenstrahl so, dass nur der zu untersuchende Bereich bestrahlt wird. Das Streustrahlenraster verstärkt den Kontrast, indem es die Streustrahlung vermindert.

    Radiografie (Konventionelles Röntgen)

    Seit den ersten Röntgenaufnahmen hat sich die Radiografie kontinuierlich weiterentwickelt, und heute ersetzt das digitale Röntgen zunehmend die konventionelle Röntgentechnik.

  • Abb. 1: Prinzip der Computertomografie mit Strahlenquelle und Strahlendetektoren, die synchron um den Patienten rotieren. Während dieser Rotation werden kontinuierlich Daten aufgezeichnet.

    Computertomografie (CT)

    Mit der Computertomografie (CT) können in der Regel detailliertere Bilder der zu untersuchenden Körperregionen erstellt werden als mit der konventionellen Radiografie. Im Vergleich dazu bieten CT-Aufnahmen ausserdem zusätzliche Informationen.

  • Abb. 1: Bei einer Mammografie werden von jeder, zunächst horizontal und dann schräg komprimierten, Brust Röntgenaufnahmen gemacht.

    Mammografie

    Die Mammografie ist eine speziellen Form der Radiografie, mit der eine detaillierte Darstellung der Brust möglich ist, und die auch beim Brustkrebsscreening Anwendung findet.

  • Fig. 1: Angiogram of a blood vessel in the region of the knee.

    Angiografie

    Als Angiografie wird ein spezielles Röntgenverfahren zur Darstellung von Blutgefäßen und Organen bezeichnet, bei dem die Röntgenbildkontraste durch Injektion eines Kontrastmittels in die Blutbahn erhöht werden.

  • fluoroscopy

    Fluoroskopie

    Die Fluoroskopie (Durchleuchtung) ist ein Verfahren der medizinischen Bildgebung, bei dem anstelle eines einzelnen Röntgenbildes eine kontinuierliche Serie von Röntgenbildern aufgezeichnet wird.